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Bezüge und Einkünfte des Kindes (gilt nur noch für die Zeiträume bis zum 31.12.2011)

Fachliches Thema 22. April 2016

Bezüge und Einkünfte des Kindes (gilt nur noch für die Zeiträume bis zum 31.12.2011)

Die Einkünfte und Bezüge, mit denen Ihr Kind seinen Unterhalt oder seine Berufsausbildung bestreiten könnte, dürfen nicht mehr als 7.680 EUR (ab 2010: 8.004 EUR) betragen. Für jeden vollen Kalendermonat für den Sie kein Kindergeld erhalten haben, ermäßigt sich dieser Betrag um ein Zwölftel.

Was sind Einkünfte und Bezüge?

Einkünfte und Bezüge sind insbesondere

  • Einnahmen aus einem Ausbildungsverhältnis (z.B. Vergütungen für praktische Tätigkeiten, die für ein Studium vorgeschrieben sind), Einkünfte aus selbständiger und nichtselbständiger Tätigkeit (auch “Nebenjobs” oder “Ferienjobs”)
  • Versorgungsbezüge nach beamten- oder soldatenrechtlichen Vorschriften oder von berufsständischen Versorgungseinrichtungen
  • Renten aus der gesetzlichen Renten- oder Unfallversicherung
  • Unterhaltsgeld, Übergangsgeld, Ausbildungsgeld, Berufsausbildungsbeihilfe, Ausbildungsbeihilfen, Stipendien sowie Leistungen nach dem BAföG, soweit diese nicht als Darlehen gewährt werden
  • Lohnersatzleistungen (z.B. Kranken-, Mutterschafts-, Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe, Verletztengeld aus der gesetzlichen Unfallversicherung)
  • Einkünfte und Bezüge aus Kapitalvermögen; hierzu gehören auch diejenigen Beträge, die unter dem steuerlichen Sparerpauschbetrag (ab 2009 801,00 EUR) liegen
  • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, aus Gewerbebetrieb, aus Land- und Forstwirtschaft
  • Unterhaltsleistungen des geschiedenen Ehegatte des Kindes
  • Leistungen eines Sozialhilfeträgers, z.B. Hilfe zum Lebensunterhalt oder Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe, soweit sie nicht vom gesetzlich Unterhaltsverpflichteten zurück gefordert werden. Diese Leistungen sind auch dann nicht zu berücksichtigen, wenn der Sozialhilfeträger das Kindergeld für sich in Anspruch nimmt oder es auf seine Leistungen anrechnet
  • Entlassungsgeld von Wehrdienst- und Zivildienstleistenden

Ein Verzicht auf durch Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder sonstige Kollektivvereinbarung festgesetzte Vergütungen sowie auf Lohnersatzleistungen oder Teile von Ausbildungshilfen ist unbeachtlich.

Keine Einkünfte und Bezüge in diesem Sinne sind:

  • Unterhaltsleistungen der Eltern an das Kind
  • Bezüge, die für besondere Ausbildungszwecke bestimmt sind (z.B. Büchergeld, bei der Begabtenförderung, erstattete Auslandsstudiengebühren)
  • die nach § 3 Nr. 63 EStG steuerfreien bzw. nach § 40b EStG pauschal versteuerten Beiträge zu einer Direktversicherung, einer Pensionskasse oder zu einem Pensionsfonds
  • Erziehungsgeld nach dem BerzGG/Elterngeld nach dem BEEG
  • Mutterschaftsgeld für die Zeit nach der Entbindung, soweit es Erziehungsgeld/Elterngeld angerechnet worden ist
  • Leistungen der Pflegeversicherung
  • Darlehensanteil des BAföG
  • Schenkungen mit der Bestimmung, dass der Betrag langfristig für die Zukunft angelegt wird (BFH-Urteil vom 28.1.2004, BStBl. 2004 II S. 555)

Was kann von der Summe der Einkünfte und Bezüge abgezogen werden?

  • Werbungskosten
  • Sozialversicherungsbeiträge (Pflichtbeiträge zur Renten-Kranken-Pflege-Arbeitslosenversicherung)
  • freiwillige Beiträge zu gesetzlichen oder privaten Kranken- oder Pflegeversicherungen
  • besondere Ausbildungskosten
    Besondere Ausbildungskosten sind Aufwendungen, die bei einer Einkünfteermittlung dem Grunde und der Höhe nach als Werbungskosten abzuziehen wären. Sie stellen besondere Ausbildungskosten dar, wenn die Berufsausbildung nicht an die Erzielung steuerpflichtiger Einnahmen geknüpft ist (z. B. Studium an einer staatlichen Hochschule).