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Krankenversichertenkarte

Fachliches Thema 02. Mai 2016

Krankenversichertenkarte

Ab dem 01. Juli 2014 ersetzt die Krankenversichertenkarte die bisherigen Behandlungsausweise für ärztliche und zahnärztliche Behandlung.

1. Wer erhält eine Krankenversichertenkarte?

Die Erstausstattung zum Stichtag 01.07.2014 erhalten alle Heilfürsorgeberechtigte

  • im aktiven Dienst (einschließlich Polizeianwärter der mittleren und gehobenen Laufbahn),
  • in der Elternzeit,
  • in der Pflegezeit nach § 74 LBG.

Keine Krankenversichertenkarte erhalten zum Stichtag 01.07.2014

  • ohne Bezüge beurlaubte Heilfürsorgeberechtigte (ausgenommen Elternzeit, Pflegezeit nach § 74 LBG),
  • Heilfürsorgeberechtigte, die bis zum Ablauf des 30.06.2014 in den Ruhestand versetzt werden,
  • Heilfürsorgeberechtigte, die zum Stichtag 01.07.2014 zu einem anderen Dienstherren/zu einer anderen Behörde abgeordnet sind und von dort Krankenfürsorgeleistungen beziehen.

Danach erhalten automatisch die Krankenversichertenkarte:

  • neu eingestellte Polizeianwärter und Polizeianwärterinnen (mittleren und gehobenen Laufbahn)
  • Beamte und Beamtinnen von anderen Bundesländern bzw. anderen Dienstherren, die in den Polizeivollzugsdienst des Landes Baden-Württemberg bzw. in den technischen Dienst der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal versetzt werden
  • Polizeivollzugsbeamte und Polizeivollzugsbeamtinnen bzw. Beamte und Beamtinnen des technischen Dienstes bei der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal, die zum 01.07.2014 noch ohne Bezüge beurlaubt sind und nach dem 01.07.2014 wieder ihren Dienst aufnehmen
  • Polizeivollzugsbeamte und Polizeivollzugsbeamtinnen bzw. Beamte und Beamtinnen des technischen Dienstes bei der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal, die den Ruhestand nach § 39 LBG hinausschieben (siehe auch unter Ziffer 4)

2. Wie ist mit der Krankenversicherten in der Arzt-/Zahnarztpraxis zu verfahren?

Die Krankenversichertenkarte ist vor Beginn der Behandlung bzw. bei Übergang der Behandlung in ein neues Kalendervierteljahr in der Arzt-/Zahnarztpraxis vorzulegen.
Die auf der Karte gespeicherten Daten werden in der Arzt-/Zahnarztpraxis eingelesen. Aufgrund dieser Daten werden dann auch Arzneimittelrezepte, Überweisungen etc. maschinell erstellt.
Sofern bei dringenden Arzt-/Zahnarztbesuchen die Krankenversichertenkarte nicht vorgelegt werden kann, ist der Heilfürsorgeanspruch durch den Dienstausweis nachzuweisen. Die Krankenversichertenkarte ist spätestens innerhalb einer Frist von 10 Tagen nach der ersten Inanspruchnahme vorzulegen.
Danach kann der Arzt eine Privatvergütung verlangen. Wird dem Arzt bis zum Ende des Quartals eine gültige Krankenversichertenkarte vorlegt, hat er die entrichtete Vergütung zurückzuzahlen.
Der Zahnarzt kann sofort eine Privatvergütung verlangen. Diese hat er jedoch zurückzuzahlen, wenn die Krankenversichertenkarte innerhalb von 10 Tagen nachgereicht wird.

3. Ich habe meine Krankenversichertenkarte noch nicht erhalten, muss aber dringend zum Arzt/Zahnarzt?

Sofern Sie zum 01.07.2014 die Krankenversichertenkarte noch nicht erhalten haben und ein dringender Arzt-/Zahnarzttermin ansteht, erhalten Sie auf Anfrage von der Heilfürsorgestelle für das 3. Quartal 2014 noch einen Behandlungsausweis übersandt. Sie können einen Behandlungsausweis schriftlich oder über das Kundenportal bei dem für Sie zuständigen Sachbearbeiter beantragen.
Der Behandlungsausweis wird an Ihre Privatanschrift übersandt.

4. Welche Gültigkeitsdauer hat die Krankenversichertenkarte?

Die Krankenversichertenkarte ist zeitlich befristet bis zum gesetzlich vorgesehenen Eintritt in den Ruhestand.
Wer den Ruhestand nach § 39 LBG auf Antrag hinausschiebt, erhält eine neue Krankenversichertenkarte.

5. Welche persönlichen Daten sind auf der Krankenversichertenkarte gespeichert?

Welche Daten auf der Krankenversichertenkarte gespeichert werden müssen, ist durch § 291 des Sozialgesetzbuches V (SGB V) verbindlich vorgeschrieben. Nur wenn alle diese Datenfelder ausgefüllt sind, ist die Krankenversichertenkarte auch durch die Lesegeräte in den Arzt-/Zahnarztpraxen lesbar.
Der Chip auf der Krankenversichertenkarte enthält folgende persönliche Daten:

  • Familienname und Vorname des/der Heilfürsorgeberechtigten
  • Geburtsdatum
  • Wohnanschrift
  • Personalnummer
  • Gültigkeitsdauer

6. Was ist zu veranlassen bei Entlassungen, Eintritt in den (vorzeitigen) Ruhestand, Versetzungen zu anderen Dienstherren oder Behörden?

Mit Ablauf des Anspruches auf Heilfürsorge darf die Krankenversichertenkarte nicht mehr benutzt werden.
Die Personalverwaltung zieht die Krankenversichertenkarte zu der entsprechenden Frist von Ihnen ein und übersendet die Krankenversichertenkarte zur Vernichtung an die Heilfürsorgestelle.
Bitte sorgen Sie rechtzeitig für einen nahtlosen Übergang Ihres Krankenversicherungsschutzes.

7. Was geschieht mit der Krankenversichertenkarte während einer Beurlaubung ohne Bezüge oder bei Abordnung zu einem anderen Dienstherrn/zu einer anderen Behörde?

Sofern Sie ohne Bezüge beurlaubt werden, zieht Ihre Personalverwaltung die Krankenversichertenkarte ein und bewahrt diese bis zum Ende der Beurlaubung ohne Bezüge auf.
Ausgenommen hiervon sind Beurlaubungen ohne Bezüge bis zu längstens 31 Kalendertage. Hier behalten Sie Ihren Heilfürsorgeanspruch (§ 1 Abs. 1 Satz 2 HVO).
Auch während der Elternzeit und der Pflegezeit nach § 74 LBG behalten Sie Ihren Heilfürsorgeanspruch und somit Ihre Krankenversichertenkarte.

Bei Abordnungen behalten Sie im Regelfall Ihren Heilfürsorgeanspruch. Sofern jedoch eine Krankenfürsorgeleistung durch den aufnehmenden Dienstherrn vereinbart wird, zieht Ihre Personalverwaltung die Krankenversichertenkarte ein und bewahrt diese bis zum Ende Ihrer Abordnung auf.

8. Was ist bei Verlust der Krankenversichertenkarte oder bei Beschädigung zu beachten?

Der Verlust der Karte oder die Beschädigung der Karte ist unverzüglich der Heilfürsorgestelle zu melden, damit eine neue Krankenversichertenkarte für Sie beschafft werden kann.
Die Meldung kann schriftlich oder über das Kundenportal unter „Nachrichten senden“/„Heilfürsorge“ erfolgen. Bitte teilen Sie darin kurz den Sachverhalt mit.
Bei einer schriftlichen Mitteilung geben Sie bitte Ihre Personalnummer mit an.
Bei der nächsten Folgebeschaffung wird für Sie eine neue Krankenversichertenkarte in Auftrag gegeben.

9. Was ist bei einer Änderung des Namens oder der Anschrift zu veranlassen?

Sofern sich Ihr Familienname (z.B. durch Heirat) oder Ihre Adressanschrift (z.B. durch Umzug) ändert, ist dies unverzüglich Ihrer Personalverwaltung zu melden. Durch deren Weitermeldung an das Landesamt für Besoldung und Versorgung über DIPSY wird eine Meldung an die Heilfürsorgestelle ausgelöst. Die Heilfürsorgestelle beauftragt dann mit der nächsten Folgebeschaffung das Erstellen einer neuen Krankenversichertenkarte.
Sobald Sie diese erhalten haben, ist die alte Krankenversichertenkarte zwingend an die Heilfürsorgestelle zu übersenden.