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Rehabilitationsbehandlung, stationär

Fachliches Thema 12. Mai 2016

Rehabilitationsbehandlung, stationär

Maßnahmen der medizinischen Rehabilitation

Hierunter verstehen wir die stationäre Anwendung von Heilmaßnahmen unter ständiger ärztlicher Verantwortung in einer Rehabilitationseinrichtung.

Ist vor Beginn einer Behandlung eine schriftliche Anerkennung von der Beihilfestelle erforderlich?

Behandlungen bis zu 29 Tagen Dauer müssen nicht im Voraus von uns als beihilfefähig anerkannt werden. Ab einer Aufenthaltsdauer von 30 Tagen ist jedoch eine vorherige Anerkennung von uns über die Beihilfefähigkeit der entstehenden Kosten notwendig.
Soll Ihr Aufenthalt in einer der beschriebenen Einrichtungen über die zunächst vorgesehene Dauer hinaus verlängert werden, so genügt eine Bescheinigung des dort behandelnden Arztes über die medizinische Notwendigkeit der Verlängerung.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Für Rehabilitationsmaßnahmen, die ab 01.07.2015 angetreten werden, ist eine begründete ärztliche Bescheinigung notwendig, die vor Antritt der Maßnahme in der Rehabilitationseinrichtung erstellt sein muss. In dieser begründeten ärztlichen Bescheinigung soll festgestellt werden, ob und weshalb aufgrund der Art und Schwere der Erkrankung eine stationäre Behandlung medizinisch notwendig ist und für welchen Zeitraum. Darüber hinaus ist eine Äußerung des Arztes dazu notwendig, ob eine ambulante Behandlung oder eine Kur ausreichend sein kann. Weiterhin soll die Einrichtung, in der die Maßnahme stattfindet, benannt sein. Um unnötige Rückfragen, Zeitaufwand und ggf. Kosten zu vermeiden, empfehlen wir den Vordruck LBV 353 vom behandelnden Arzt ausfüllen zu lassen.

Welche Leistungen sind dem Grunde nach beihilfefähig?

Einzelabrechnung:

Einzelentgelte, Pauschalpreise und Tagessätze von Rehabilitationseinrichtungen, die die Kostenanteile Pflege, Unterkunft und Verpflegung beinhalten, sind nur bis zur Höhe des niedrigstes Satzes der Einrichtung beihilfefähig, unabhängig davon welchen (Selbstzahler-)Tagessatz und aus welchen Gründen die Einrichtung einen anderen Tagessatz in Rechnung gestellt hat. Daneben sind weiterhin gesondert in Rechnung gestellte Arztleistungen, Arzneimittel, Heilbehandlungen (z.B. Bäder, Massagen, Krankengymnastik, Bestrahlungen, Bewegungstherapie), Aufwendungen für Familien- und Haushaltshilfe unter den in § 10a Nummer 3 BVO genannten Voraussetzungen sowie Fahrkosten im Rahmen des § 10a Nummer 4 BVO bis zu 120 Euro für die einfache Entfernung dem Grunde nach beihilfefähig. Eine evtl. erhobene Kurtaxe oder ein ärztlicher Schlussbericht sind ebenfalls dem Grunde nach beihilfefähig.

Pauschalabrechnung:

Pauschale Abrechnungen von Rehabilitationseinrichtungen, deren Pauschalbetrag neben dem eigentlichen Satz für Unterkunft, Pflege und Verpflegung auch Arztleistungen, Arzneimittel, Heilbehandlungen, Kurtaxe und ärztlichen Schlussbericht beinhaltet, sind auf einen Betrag in Höhe von 200 Euro täglich beschränkt. Dieser Pauschalbetrag darf dabei aber keine Vergütungsanteile für nicht-medizinische Komfortleistungen enthalten. Dies sind insbesondere Gebühren für Internet, Telefon, Fernsehen, hotelähnliche Dienste wie Einkäufe, Fahrtservice usw. oder auch wenn die Kosten für eine Begleitperson damit abgegolten werden.

Zum Nachweis über die Höhe des niedrigsten Tagessatzes oder des Pauschalsatzes der Rehabilitationseinrichtung verwenden Sie bitte den Vordruck LBV 352.

Bitte beachten Sie, dass in einigen Fällen Höchstbeträge oder Beschränkungen gelten z.B. bei wissenschaftlich nicht allgemein anerkannten Methoden oder Fahrkosten.

Sie können die jeweils notwendigen Bescheinigungen (z.B.: ärztliche Bescheinigungen) im Beihilfeantrag immer zusammen mit den Rechnungen einreichen. Ist eine vorherige Anerkennung erforderlich, wie z.B. bei einer geplanten Dauer von mehr als 29 Tagen oder falls Sie eine vorherige Anerkennung wünschen, benötigen wir die Bescheinigungen schon zur Prüfung im Anerkennungsverfahren.

Informationen zu Rehabilitationsmaßnahmen, die bis 30.06.2015 begonnen wurden

Für Rehabilitationsmaßnahmen, die bis 30.06.2015 begonnen wurden, ist ein amtsärztliches Gutachten notwendig, das unbedingt vor Antritt der Maßnahme in der Klinik erstellt sein muss. In diesem amtsärztlichen Gutachten soll festgestellt werden, dass aufgrund der Art und Schwere der Erkrankung eine stationäre Behandlung medizinisch notwendig ist und für welchen Zeitraum. Darüber hinaus ist die Feststellung des Amtsarztes notwendig, dass eine ambulante Behandlung oder eine Kur nicht ausreichend sind. Weiterhin soll in dem amtsärztlichen Gutachten die Einrichtung, in der die Maßnahme stattfindet, benannt sein.

Aufwendungen für Unterkunft, Verpflegung und Pflege sind in angemessenem Umfang beihilfefähig. Ärztliche Leistungen und Arzneimittel sowie ärztlich angeordnete Heilbehandlungen nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 BVO (z.B. Bäder, Massagen, Krankengymnastik, Bestrahlungen, Bewegungstherapie) sind beihilfefähig, soweit diese nicht der Höhe nach begrenzt sind. Aufwendungen für Familien- und Haushaltshilfe sind unter den in § 10a Nummer 3 BVO genannten Voraussetzungen beihilfefähig, Aufwendungen für Fahrkosten im Rahmen des § 10a Nummer 4 BVO bis zu 120 EUR für die einfache Fahrt. Eine evtl. erhobene Kurtaxe oder ein ärztlicher Schlussbericht sind ebenfalls dem Grunde nach beihilfefähig. Bitte beachten Sie, dass in einigen Fällen Höchstbeträge oder Beschränkungen gelten z.B. bei wissenschaftlich nicht allgemein anerkannten Methoden oder Fahrkosten; die Links zu diesen Informationen finden Sie bereits oben im Text.

Für stationäre Behandlungen im Ausland gelten stets besondere Regelungen. Sollten Sie eine stationäre Behandlung im Ausland beabsichtigen, empfehlen wir Ihnen, sich mit Ihrem zuständigen Beihilfearbeitsgebiet in Verbindung zu setzen.