Zum Inhalt springen

Achtung! Ihr Browser ist veraltet. Um eine optimale Darstellung sicherzustellen, verwenden Sie bitte einen aktuellen Browser.

Impfungen

Fachliches Thema 26. April 2016

Impfungen

Welche Impfungen werden von der Beihilfe erstattet?

Beihilfefähig sind Aufwendungen für Schutzimpfungen, die auf Grund des Infektionsschutzgesetzes angeordnet oder von der obersten Gesundheitsbehörde des Landes öffentlich empfohlen sind.

Als öffentlich empfohlen gelten folgende Impfungen:

  • Diphtherie
  • Haemophilus influenzae Typ b (Hib) bei Kindern bis zu 4 Jahren und Personen mit anatomischer oder funktioneller Asplenie
  • Hepatitis B (Kinder und Jugendliche)
  • HPV: Papillomimpfung für Mädchen vom Beginn des 9. Lebensjahres bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres (d. h. bis zum Tag vor dem 14. Geburtstag), Nachholimpfung (Grundimmunisierung aller noch nicht Geimpften bzw. Komplettierung einer unvollständigen Impfserie) bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres ( d.h. bis zum Tag vor dem 18. Geburtstag)
  • Influenza (Grippe) für Personen ab 60 Jahren
  • Masern
  • Mumps
  • Röteln
  • Meningokokken C
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • Pneumokokken
  • Poliomyelitis – IPV (Kinderlähmung)
  • Rotaviren
  • Röteln
  • Tetanus (Wundstarrkrampf)
  • Varizellen (Windpocken).

Für Baden-Württemberg wurden folgende Sonderregelungen getroffen:

  • Frühsommermeningoenzephalitis -FSME- (Schutzimpfung gegen Zeckenbiss) ohne geographische Einschränkung
  • Influenza ohne Alterseinschränkung
  • Hepatitis B ohne Alterseinschränkung

Andere Impfungen können bei besonderer epidemiologischer Situation oder Gefährdung von Personen indiziert sein (Indikationsimpfungen). Zu den Indikationsimpfungen gehören auch Reiseimpfungen. Sie können auf Grund der internationalen Gesundheitsvorschriften erforderlich sein oder sie werden zum individuellen Schutz dringend empfohlen.

Derartige Impfungen können nach Tabelle 2 des Epidemiologischen Bulletin Nr. 34/2015 der STIKO folgende Impfungen sein:

Cholera: Aufenthalte in Infektionsgebieten, speziell unter mangelhaften Hygienebedingungen bei aktuellen Ausbrüchen, z.B. in Flüchtlingslagern oder bei Naturkatastrophen
Gelbfieber:

1. Vor dem Aufenthalt in bekannten Gelbfieber-Endemiegebieten im tropischen Afrika und in Südamerika (Hinweise der WHO zu Gelbfieber-Infektionsgebieten sind zu beachten) oder entsprechend den Anforderung eines Gelbfieber-Impfnachweises der Ziel- oder Transitländer

2. Tätigkeiten mit Kontakt zu Gelbfieber-Virus (z.B. in Forschungseinrichtungen oder Laboratorien)

Hepatitis A:

1. Personen mit einem Sexualverhalten mit hoher Infektionsgefährdung

2. Personen mit häufiger Übertragung von Blutbestandteilen, z.B. Hämophile, oder Krankheiten der Leber/mit Leberbeteiligung

3. Bewohner von psychiatrischen Einrichtungen oder vergleichbaren Fürsorgeeinrichtungen für Zerebralgeschädigte oder Verhaltensgestörte

4. Gesundheitsdienst (inkl. Küche, Labor, technischer und Reinigungs- bzw. Rettungsdienst, psychiatrische und Fürsorgeeinrichtungen, Behindertenwerkstätten, Asylbewerberheime)
Durch Kontakt mit möglicherweise infektiösem Stuhl Gefährdete inkl. Auszubildende und Studenten

5. Kanalisations- und Klärwerksarbeiter mit Abwasserkontakt

6. Tätigkeit (inkl. Küche und Reinigung) in Kindertagesstätten, Kinderheimen u.ä.

7. Kontakt zu Hepatitis-A-Kranken (vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen)

8. Reisende in Regionen mit hoher Hepatitis-A-Prävalenz

Meningokokkeninfektion

1. Gesundheitlich gefährdete Personen mit angeborener oder erworbener Immundefizienz bzw. – suppression mit T- und/oder B-zellulärer Restfunktion

2. Bei Ausbrüchen oder regionalen Häufungen auf Empfehlung der Gesundheitsbehörden

3. Gefährdetes Laborpersonal

4. Reisende in Ländern mit epidemischem / hyperendemischem Vorkommen, besonders bei engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung (z.B. Entwicklungshelfer); dies gilt auch für Aufenthalte in Regionen mit Krankenausbrüchen und Impfempfehlungen für die einheimische Bevölkerung (WHO- und Länderhinweise beachten)

5. Vor Pilgerreisen nach Mekka (Hadj, Umrah)

6. Schüler/Studenten vor Langzeitaufenthalten in Ländern mit empfohlener allgemeiner Impfung für Jugendliche oder selektiver Impfung für Schüler/Studenten

Tollwut

1. Tierärzte, Jäger, Forstpersonal u.a. Personen bei Umgang mit Tieren in Gebieten mit neu aufgetretener Wildtiertollwut sowie ähnliche Risikogruppen (z.B. Personen mit beruflichem oder sonstigem engen Kontakt zu Fledermäusen)

2. Personal in Laboren mit Tollwutrisiko

3. Reisende in Regionen mit hoher Tollwutgefährdung (z.B. durch streunende Hunde)

4. Postexpositionelle Tollwut-Immunprophylaxe (durch ein tollwutverdächtiges oder tollwütiges Wild- oder Haustier / durch einen Tollwut-Impfstoffköder)

Tuberkulose Die Impfung mit dem derzeit verfügbaren BCG-Impfstoff wird nicht empfohlen
Typhus Bei Reisen in Endemiegebiete