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Zusatzversorgung

Fachliches Thema 12. Mai 2016

Zusatzversorgung

Bitte beachten Sie auch die Informationen zur Reform der Zusatzversorgung.

Was ist eine Zusatzversorgung?

Bei der Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst handelt es sich um eine besondere Art der Betriebsrente. Die Zusatzversorgung wird bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) mit Sitz in Karlsruhe durchgeführt (www.vbl.de).

Unter welchen Voraussetzungen bin ich bei der VBL versichert?

Sie sind bei der VBL versichert wenn

  • für Sie der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) gilt (ergibt sich aus Ihrem Arbeitsvertrag)
    und
  • Sie das 17. Lebensjahr vollendet haben

Wer trägt die Kosten?

Die Aufwendungen für die Versicherung bei der VBL werden vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. Der Arbeitgeber trägt die Kosten (Umlagen) mit 6,45%, die Beiträge der Arbeitnehmer betragen bis 30.06.2015 1,41%. Ab 01.07.2015 betragen die Arbeitnehmerbeiträge 1,61%, ab 01.07.2016 1,71% und ab 01.07.2017 1,81%.

Nach den Vorschriften des § 3 Nr. 56 Einkommensteuergesetz ist die Arbeitgeberumlage zur Zusatzversorgung bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) in Kalrsruhe seit dem 01.01.2008 teilweise steuerfrei zu stellen. Danach wurde seit 01.01.2008 die Umlage des Arbeitgebers, sofern es sich um ein erstes Dienstverhältnis*) handelt, zunächst bis zur Höhe von 1% der maßgeblichen Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung – das waren 636 Euro im Jahr bzw. 53 Euro im Monat – steuerfrei gestellt. Seit 01.01.2014 sind dies 2%, das heißt jährlich 1.428 Euro und monatlich 119 Euro. Dieser steuerfreie Höchstbetrag erhöht sich in weiteren Stufen bis 01.01.2025 auf 4%.

Mit der steuerlichen Neuregelung wurde auch die sozialversicherungsrechtliche Behandlung des geldwerten Vorteils aus der Arbeitgeberumlage neu geregelt.

Diese teilweise Steuerfreistellung und die geänderte sozialversicherungsrechtliche Behandlung wurden erstmals im Abrechnungsmonat September 2008, rückwirkend ab 01.01.2008, berücksichtigt.

Für Beschäftigte in einem Altersteilzeitarbeitsverhältnis ergeben sich durch die teilweise Steuerfreistellung der Arbeitgeberzulage zur Zusatzversorgung höhere Nettobezüge und als Konsequenz hieraus geringere Aufstockungsbeträge.

Vorsorglich weisen wir noch darauf hin, dass der im Rahmen einer Entgeltumwandlung ausgeschöpfte steuerfreie Betrag nach § 3 Nr. 63 Einkommensteuergesetz bei der o.g. Berechnung zu berücksichtigen ist.

*) Ein 1. Dienstverhältnis kann auch vorliegen, wenn es sich um ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis oder eine Aushilfstätigkeit handelt. Die Steuerfreiheit ist jedoch nicht bei Arbeitnehmern zulässig, die dem Arbeitgeber eine Lohnsteuerkarte mit der Steuerklasse VI vorgelegt haben.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Wann endet die Versicherungspflicht?

Die Versicherungspflicht endet grundsätzlich

  • beim Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis
  • bei Vollendung des 65. Lebensjahres

Wann kann ich VBL Rente beantragen?

Sobald der Rentenbescheid der Deutschen Rentenversicherung vorliegt, können Sie die VBL Rente beantragen.

Wir senden Ihnen den Antrag automatisch zu.

Haben Sie Fragen zu einzelnen Leistungen aus der Zusatzversorgung?

Auskünfte zur Rente oder Beitragserstattungen erteilt Ihnen die VBL (www.vbl.de).